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Wie sicher ist die ästhetische Botulinum-Behandlung?

Über 100.000 Mal im Jahr wenden Fachärzte das Medikament Botulinum (Wirkstoff Botulinumtoxin Typ A) zur Faltenbehandlung in Deutschland an. Mit den in der Ästhetik verwendeten niedrigen Dosen gehört Botulinum zu den gut bis sehr gut verträglichen Arzneimitteln. Wer sich für die Behandlung entscheidet, ist in der Regel mit dem Ergebnis zufrieden. Immer wieder liest man allerdings von vermeintlichen Gefahren und von angeblich dauerhaften Folgen einer missglückten Behandlung. Deshalb wollen wir heute einige Dinge ins rechte Licht rücken:

Nebenwirkungen meist leicht und vorübergehend

  • Sollte es einmal zu unerwünschten Wirkungen kommen, verschwinden diese wieder vollständig, da Botulinum vom Körper abgebaut wird und keinen dauerhaften Effekt hat.
  • Bei der kosmetischen Behandlung mit Botulinum werden feinste Nadeln verwendet. Wie bei allen Injektionen kann es zu vorübergehenden Schmerzen und leichter Schwellung an den Injektionsstellen kommen, diese sind aber sehr gering und klingen rasch wieder ab. An empfindlichen Stellen sind kleine Hämatome („blaue Flecke“) möglich. Vorübergehendes Unwohlsein oder Müdigkeit wurden in Einzelfällen beschrieben, sind aber extrem selten. Das Auftreten von Kopfschmerzen wurde ebenfalls in seltenen Fällen beobachtet, viel häufiger verschwinden Kopfschmerzen aber nach einer Behandlung mit Botulinum.
  • Wichtig ist, sich zu informieren und von einem speziell für die ästhetische Behandlung mit Botulinum geschulten Facharzt beraten und behandeln zu lassen. Unsere Liste zeigt Ärzte in ganz Deutschland, die den hierzu von der DGBT entwickelten Zertifizierungskurs erfolgreich abgeschlossen haben.

Keine „Vergiftungen“

Der Wirkstoff Botulinumtoxin kommt auch natürlich vor, er kann sich zum Beispiel in verdorbenen Lebensmitteln bilden. Der Verzehr ist dann tatsächlich sehr gefährlich. Für die medizinische Verwendung wird Botulinum jedoch eigens hergestellt und aufgereinigt. Zum Vergleich: Um einen normal großen Menschen in Lebensgefahr zu bringen, müsste man die Wirkstoffmenge von mindestens 3.000 kompletten Packungen Botulinum direkt in die Blutgefäße spritzen.

Keine permanente Wirkung

  • Botulinum entspannt die Muskeln und kann so die Falten reduzieren. Der Körper baut das Botulinum mit der Zeit wieder ab. Die Wirkung hält etwa drei bis sechs Monate. Wenn sich die Falten danach wieder zeigen, kann die Behandlung wiederholt werden – und das übrigens auch über einen langen Zeitraum hinweg. Mittlerweile liegen Daten von Patienten vor, die über 15 Jahre regelmäßig mit Botulinum für ästhetische Zwecke behandelt wurden.
  • Je nach gewünschtem Effekt kann die Behandlung mit einem Filler ergänzt werden. Etabliert hat sich hierfür die Hyaluronsäure. Während mit Botulinum mimische Falten geglättet werden, können mit Hyaluronsäure Lippen, Wangen und Kinn Volumen und Kontur zurückgegeben werden. Hyaluronsäure verbleibt ebenfalls nicht permanent im Körper, sondern wird nach mehreren Monaten wieder abgebaut. Wie bei Botulinum empfiehlt sich auch bei Hyaluronsäurefillern die Behandlung durch ästhetisch ausgebildete Fachärzte.