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Hyaluronsäurefiller und Botulinumtoxin zum Schleuderpreis bei der Kosmetikerin

Ja dürfen die das denn? Diese Frage stellen sich Mediziner, die die Werbung eines Kosmetikinstitutes für Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin und/oder Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure sehen. Offensiv wird hier für ästhetische Leistungen geworben, die eigentlich in die Hand eines Arztes gehören. Und damit nicht genug: unter Ankündigung von Rabatten, Sonderaktionen und Kombipaketen werden Kunden angelockt und die Preise auf dem seriösen Markt unterboten. Der Mediziner, selbst den engen Vorschriften des ärztlichen Standesrechtes unterworfen, hat hierfür wenig Verständnis.

Doch wie ist die Rechtslage?

Die Spielregeln sind klar: Sowohl die Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin als auch die Faltenunterspritzung unter Verwendung hyaluronsäurehaltiger Präparate, mit oder ohne Lydocain, erfüllen den Tatbestand der Heilkunde.
Bereits mehrfach wurde gerichtlich bestätigt, dass die Tätigkeit des Faltenunterspritzen auch ein typisches Gefährdungspotenzial in sich birgt. Nach den Feststellung der Gerichte drängt die Notwendigkeit dermatologischer Kenntnisse für den Behandler sich bei der Faltenunterspritzung geradezu auf, denn es muss sowohl die zu füllende Hautschicht fachkundig ermittelt und getroffen werden als auch die Unbedenklichkeit des zu verwendenden Implantats beurteilt werden für den jeweiligen Patienten. Gleiches gilt für das Spritzen von Botulinumtoxin zur Faltenbehandlung.

Also, die Rechtslage verbietet es und eigentlich sollte es auch der gesunde Menschenverstand:
Bei der Suche nach einem Behandler in Sachen Schönheit sollte man kein unnötiges Risiko eingehen.
Ärzte verfügen aufgrund ihrer Ausbildung über das notwendige medizinische und anatomische Fachwissen, um Komplikationen zu vermeiden und im Notfall damit kompetent umzugehen. Die Ausbildung in den standardisierten Kursen der DGBT unterrichtet Ärzte in den sichersten und besten Injektionstechniken für Botulinum- und Filler-Injektionen.