Glossar

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Acetylcholin

Ist ein Botenstoff (» Neurotransmitter), der unter anderem für die Muskelanspannung sorgt.

Adipozyten

sind Fettzellen, z.B. in der Haut.

Aktinische Falten

sind Knitterfalten vor allem im Gesicht, hervorgerufen durch » UV-Strahlung.

Anaerob

(lat. ohne Luft): ist die Bezeichnung für die Lebensweise von Organismen und alle biologisch chemischen Vorgänge, die keinen Sauerstoff benötigen.

Blepharospasmus

ist ein beidseitiger Lidkrampf, der die Augen schließt; hält der Krampf über längere Zeit an, kann dies zur » funktionellen Blindheit führen.

Botox-Zertifikat

steht für die von der » DGBT entwickelte Aus- und Weiterbildung mit zertifizierten Schulungen für den sicheren Einstieg in die Botulinumtoxin-Therapie.

Botulinumtoxin

(lat. botulus = Wurst, toxin = Gift) wird von dem Bakterium » Clostridium botulinum ausgeschieden; bisher wurden Serotypen von Botulinumtoxin charakterisiert (A, B, C, D, E, F, G), die von unterschiedlichen Stämmen des Bakteriums produziert werden. Botulinumtoxin gilt als eine der wirksamsten therapeutischen Substanzen in der Medizin.

Botulismus

ist eine lebensbedrohliche, meist durch den Genuss von verdorbenem Fleisch hervorgerufene Vergiftung mit » Botulinumtoxin.

BTX-A

BTX-A ist die Abkürzung für den in der Medizin am häufigsten eingesetzten Botulinumtoxin Typ; in der Ästhetischen Medizin ist es das einzige eingesetzte Botulinumtoxin.

Clostridium botulinum

ist ein » anaerobes Bakterium, das » Botulinumtoxin produziert; es gehört zur gleichen Familie von Bakterien wie der Auslöser von Wundstarrkrampf (Clostridium tetanii).

Corrugator

ist ein kleiner pyramidenförmiger Muskel, der die gesichtsmittige Seite der Augenbrauen nach unten ziehen kann – ist oftmals Auslöser von Migräne-Attacken.

Dermis

auch Lederhaut genannt, ist verantwortlich für die Festigkeit und Elastizität der Haut.

DGBT

steht für die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie e.V.; die DGBT ist die erste Fachgesellschaft, die sich der Sicherheit und Qualität in der ästhetischen Therapie mit Botulinumtoxin widmet, von Medizinern Anfang 2006 gegründet.

Dynamische oder mimische Falten

entstehen durch aktive Muskelbewegung im Gesicht, z.B. Lachfalten, „Denkerfalten“ oder „Zornesfalten“.

Dystonie

ist eine zentralnervöse Fehlfunktion bei der Kontrolle von Bewegungen, z.B. » zervikale Dystonie.

Eigenfett-Therapie

ist eine Behandlungsmethode, bei der einem Körperteil Fett entnommen und an anderer Stelle unter eine Falte gespritzt wird.

Elastinfasern

stützen gemeinsam mit dem » Kollagen die Haut von innen heraus und verleihen ihr so ein glattes, straffes Aussehen.

Epidermis

auch Oberhaut genannt, ist die oberste Hautschicht; sie ist einer ständigen Erneuerung unterworfen und dient als äußere Barriere.

Extrinsisch

nennt man äußere Einflüsse z.B. auf die Hautalterung, wie Sonnenlicht, Stress oder Ernährung.

FDA

ist die Abkürzung für Food and Drug Administration, die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde.

Fokal

bedeutet „nur begrenzt“, „herdförmig“ (z.B. bei einer Infektion oder einer begrenzten neurologischen Störung).

Funktionelle Blindheit

steht für eine Erkrankung, bei der das Augenlicht zwar noch vorhanden ist, das Auge kann seine Funktion aber nicht mehr erfüllen kann, z.B. aufgrund eines permanenten Lidschlusses beim » Blepharospasmus.

Glabellafalten

sind vertikale „Zornesfalten“ zwischen den Augenbrauen.

Haarfollikel

wird auch Wurzelscheide genannt; hier befindet sich die Haarwurzel.

Hemifazialer Spasmus

ist ein halbseitiger Gesichtskrampf.

Hyaluronsäure

ist ein natürlicher Bestandteil der Haut, der viel Wasser binden kann. Künstlich der Haut zugeführt, sorgt injizierte Hyaluronsäure für mehr Spannkraft z.B. bei » statischen Falten.

Infantile Zerebralparese

(ICP): wird auch frühkindliche Hirnlähmung genannt. Bei ICP werden haltungs- und bewegungssteuernde Zentren des Gehirns vor der Geburt geschädigt mit der Folge vielfältiger Störungen der normalen motorischen Entwicklung (z.B. Spastiken).

Intrinsisch

nennt man interne Einflüsse, z.B. auf die Haut (z.B. genetische Veranlagung).

Kollagen

wird in der » Dermis gebildet und spielt für die Elastizität des Bindegewebes und der Knochensubstanz eine wichtige Rolle; die Produktion lässt im Laufe des Lebens nach. In der Faltenbehandlung wird künstliches, aus Rinderhäuten gewonnenes Kollagen verwendet.

Laser-Skin-Resurfacing

ist eine Laserbehandlung, bei der die oberste Hautschicht abgetragen wird.

Melanine

sind Pigmente, die beim Menschen die Färbung der Haut, Haare oder Augen bewirken; durch » UV-A-Strahlung angeregt, bräunt Melanin die Haut und sorgt so für einen natürlichen Sonnenschutz.

Melanozyten

sind Zellen, die das Pigment » Melanin produzieren.

Minimal-invasiv

steht für einen kleinstmöglichen Eingriff bzw. kleinstmögliches Eindringen bei einer Operation oder Behandlung – so schonend wie möglich.

Nasolabialfalten

sind » orthostatische Falten zwischen Mundwinkel und Nase.

Neurotransmitter

sind Botenstoffe, die die Erregung von einer Nervenzelle zur anderen oder zu einer Muskelzelle weiterleiten.

Orthostatische Falten

siehe » Schwerkraft-Falten

Primäre axiliäre Hyperhidrose

ist krankhaftes, extremes Schwitzen unter den Achseln.

Procerus

ist ein kleiner Muskel im Bereich der Hautregion zwischen den Augenbrauen und zusammen mit dem » Corrugator für das Entstehen von » Glabellafalten verantwortlich.

Säureschutzmantel

trägt zum Schutz vor Krankheitserregern und Austrocknung sowie vor dem Eindringen von Schad- und Reizstoffen bei – indem die oberste Hautschicht einen sauren pH-Wert von durchschnittlich 5,5 aufweist. Durch übertriebenes Waschen, vor allem mit Seife, wird dieser Schutzmantel gestört und kann seiner Schutzfunktion nicht mehr gerecht werden.

Schwerkraft-Falten oder orthostatische Falten

sind Falten, die durch die nachlassende Festigkeit der Haut im Alter entstehen.

SMAS

(Superficial Musculo Aponeurotic System): nennt man ein Facelift, Straffung der Schichten unter der Haut.

Strabismus

ist die medizinische Bezeichnung für Schielen; beim Schielen kommt es durch Störungen am Augenmuskel zu einer fehlerhaften Koordination beider Augen.

Subkutis

Unterhaut, unterste Hautschicht, dient als Energiespeicher, Wärmeisolationsschicht und Puffer gegen Stöße.

Subsurfacing-Methode/Photorejuvenation

nennt man die Lasermethode, bei der durch Hitzeeinwirkung die Kollagenneubildung angeregt wird.

UV-Strahlung

(ultraviolette Strahlung): ist Bestandteil des Sonnenlichts und unterscheidet sich durch Wellenlängen: UV-A 320 - 400 nm (langwellig), durchdringt mehr als 50 Prozent der » Lederhaut, lässt die Haut bräunen, sorgt aber auch für die Alterung der Haut; UV-B 280 – 320 nm (kurzwellig), hat eine geringe Eindringtiefe, dringt größtenteils nur bis in die Oberhaut, verursacht dort z. B. Sonnenbrand; UV-C 100 - 280 nm (extrem kurzwellig), wird schon durch die Ozonschicht herausgefiltert.

Zervikale Dystonie

ist gekennzeichnet durch unwillkürliche, abnorme und schmerzhafte Kopfstellungen und Kopfbewegungen, die durch überaktive Hals- und Nackenmuskeln bedingt sind. Sie wird auch „Schiefhals“ genannt.